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Vor dem Hintergrund rasant steigender KI-Rechenleistung und Chip-Leistungsaufnahmen jenseits der 2000-W-Marke beeinflusst jede Anpassung der Technologie-Roadmap für Flüssigkeitskühlung den Takt der gesamten Lieferketten-Planung. Die jüngste Reduzierung des Auslieferungsanteils der NVIDIA Rubin-Serie und die Verlangsamung des Produktionshochlaufs haben der etablierten Kaltplatten-Flüssigkeitskühlung ein entscheidendes Verlängerungsfenster verschafft und gleichzeitig den Entwicklungspfad von "kurzfristiger Vertiefung und langfristiger Reserve" klar aufgezeigt.
1. Rubin-Anteilsrückgang + Produktionsverlangsamung: Kaltplatten-Flüssigkeitskühlung erhält 2- bis 3-jähriges Fenster
Laut der TrendForce AI Server-Umfrage vom 8. April 2026 sinkt der Anteil der Rubin-Serie an NVIDIAs High-End-GPU-Auslieferungen im Jahr 2026 von ursprünglich prognostizierten 29 % auf 22 %, während die Blackwell-Serie auf 71 % steigt und zur dominierenden Plattform wird. Gleichzeitig zeigt eine KeyBanc-Erhebung, dass das Produktionsziel für Rubin-GPUs im Jahr 2026 von 2 Millionen auf 1,5 Millionen Einheiten gesenkt wurde – ein Rückgang um 25 %.

Wichtige Klarstellung: NVIDIA hat offiziell bestätigt, dass Rubin wie geplant in der zweiten Jahreshälfte 2026 ausgeliefert wird. Die "Verzögerung" zeigt sich daher primär in der Anteilsreduzierung und der Produktionsverlangsamung, wobei der eigentliche Effekt eine faktische Verschiebung des Zeitpunkts für die Masseneinführung von 2000-W+-Hochleistungschips nach hinten ist.
Derzeit liegt der Stromverbrauch des GB300 bei etwa 1400 W, was vollständig im Anwendungsbereich der Kaltplatten-Flüssigkeitskühlung liegt. Der Rückgang des Rubin-Anteils bedeutet, dass die Kaltplatten-Flüssigkeitskühlung in den Jahren 2026–2027 weiterhin die Hauptlösung bleiben wird und sich ihr Lebenszyklus um 2–3 Jahre verlängert.
2. Engpässe und Optimierungspotenzial im Zeitalter jenseits der 2000 W
Überschreitet die Leistungsaufnahme eines einzelnen Chips die 2000-W-Marke, stößt die herkömmliche Kaltplatten-Flüssigkeitskühlung an physikalische Grenzen – in Bezug auf Wärmedissipationsdichte, Strömungswiderstandskontrolle und Temperaturgleichmäßigkeit. Langfristig wird die Industrie zwangsläufig zur Zweiphasen-Flüssigkeitskühlung und zur Tauchkühlung übergehen. Vor diesem Technologiesprung bietet die Kaltplattenkühlung jedoch weiterhin erhebliches Optimierungspotenzial:
Durchfluss- und Material-Upgrades: 3D-Durchflusskanäle und Mikrokanal-Designs in Kombination mit hochwärmeleitfähigen Legierungen verbessern die Kühleffizienz.
Thermisch-strukturelle Integration: Die durch hohe Leistungsaufnahmen verursachten thermischen Spannungen stellen höhere Anforderungen an die Verformungsbeständigkeit und Dichtheit der Kaltplatten.
Schnittstellen-Standardisierung: Gewährleistung der Passgenauigkeit von Schnellkupplungen und Verteilern, um die Montageeffizienz im Rack zu sichern.

3. Vorbereitung auf die Zeit nach 2027: Technologierücklagen für die nächste Generation
Um Szenarien von 2000 W+ und sogar 3600 W+ zu bewältigen, ist eine frühzeitige technologische Vorbereitung erforderlich:
Zweiphasen-Flüssigkeitskühlung: Beherrschung der strukturellen Dichtheit, Kompatibilität mit Hochdruckmedien und Stabilität des Dampf-Flüssig-Zweiphasensystems.
Tauchkühlung: Entwicklung von unterstützenden Kühlungslösungen für lokale Hochwärme-Komponenten.
Der Aufbau einer zweigleisigen technologischen Mauer – "Kaltplatten-Optimierung + nächste Generation" – ist unerlässlich.

4. Branchenempfehlungen: Das Fenster nutzen und Ressourcen sinnvoll verteilen
Für ODM und Betreiber: Derzeit sollten bevorzugt ausgereifte Kaltplattenlösungen für GB300-Installationen eingesetzt werden; bei neuen Projekten sind klare Schnittstellenspezifikationen festzulegen, um zukünftige Upgrade-Kosten zu senken.
Für Kaltplatten-Lieferanten: 2026–2027 ist das goldene Zeitalter für Auslieferungen. Es wird eine zweigleisige Ressourcenallokation empfohlen: Etwa 70 % der Ressourcen sollten in die Serienauslieferung und das Qualitätsmanagementsystem fließen, um Marktanteile zu sichern; etwa 30 % sollten in die frühzeitige Entwicklung von Zweiphasen-Kaltplatten und unterstützenden Tauchkühlungstechnologien investiert werden. Nach diesem Fenster wird die Tauchkühlung beschleunigt vordringen – wer sich nur auf Auslieferungen konzentriert, verliert den Vorsprung.
Der Rückgang des Rubin-Anteils und die Produktionsverlangsamung haben ein 2- bis 3-jähriges Fenster für die Kaltplatten-Flüssigkeitskühlung geschaffen – aber die technologische Entwicklung ist unumkehrbar. Nur wer die aktuelle Mengenausweitung nutzt und gleichzeitig die Fähigkeiten für die nächste Generation aufbaut, kann in einer Ära stetig steigender Leistungsaufnahmen dauerhaft wettbewerbsfähig bleiben.
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